connexx.av Newsletter #43 vom 2. August 2007

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connexx.av Newsletter #43 vom 2. August 2007
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1) Intro
2) "Menschen machen Fernsehen" oder: Wieviel Renditewahn vertraegt die Belegschaft der ProSiebenSat.1 Gruppe?
3) Nicht nur bei ProSiebenSat.1: Wie agieren Finanzinvestoren in der Medienwirtschaft?
4) Medienpolitik: ver.di fordert mehr Transparenz und demokratische Teilhabe
5) RTL: Ohne Tarifvertrag in den Umbau des Senders
6) Sublizenierung zwischen Premiere und arena kickt Mitarbeiter raus
7) "Ich liebe meinen Job, auch wenn es Ausbeutung ist" - 1. Ergebnisse der Umfrage bei Filmschaffenden
8) Bundestag beschliesst Eingriff in Rechte der Kreativen
9) Solidaritaet zeigen fuer Initiative "5statt12" - Qualitaet braucht Sicherheit
10) Filmverband West vertritt nun auch Film- und Fernsehschaffende in Hessen
11) FAQ - haeufig gestellte Fragen zum Tarifvertrag fuer Film- und Fernsehschaffende
12) ver.di-Bildungsreise nach Israel im Oktober
13) Arbeitszeitverlaengerung ist mitbestimmungspflichtige Neueinstellung
14) Newsletter abbestellen
15) Impressum

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1) Intro
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Von Sommerpause ist in der Medienbranche nichts zu spueren. Zwar koennen einzelne sich jetzt eine kleine Auszeit goennen, aber Filmproduktionen laufen auf Hochtouren, und auch Radio- und Fernsehbeschaeftigte kennen keine Pausen. Denn das Programm muss laufen, auch wenn im Hintergrund Tarifstandards ab- und Sender umgebaut werden. Renditen und Unternehmenswerten mag es nuetzen, diejenigen, die es ausbaden, sind Beschaeftigte, die mit ihren Arbeitsplaetzen und ihren Arbeitsbedingungen bezahlen.
Aber lesen Sie selbst und vor allem: lassen Sie sich nicht unterkriegen!
Ihr Team von connexx.av

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2) "Menschen machen Fernsehen" oder Wieviel Renditewahn vertraegt die Belegschaft der ProSiebenSat.1 Gruppe?
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Einen ganz besonderen Fototermin gab es am Dienstag, 31.7., in Berlin: 400 Beschaeftigte von Sat.1 und der hauseigenen Produktionsfirma ProSiebenSat.1 Produktion (PSP) versammelten sich zu einem denkwuerdigen Abschiedsfoto fuer ihre entlassenen Kolleginnen und Kollegen und erinnerten ihre Arbeitgeber daran, dass Menschen das wesentliche Element bei der Fernsehproduktion sind. Auf den Treppen des Konzerthauses am Gendarmenmarkt protestierten sie gegen die Schliessung profitabler Redaktionen, gegen Arbeitsplatzvernichtung und fuer gutes Fernsehen.

Bisher bekannt ist, dass bei Sat.1 rund 100 Mitarbeiter gehen muessen. In Muenchen fallen 80 Arbeitsplaetze weg. Inwieweit die hauseigene Produktionsfirma PSP betroffen sein wird, ist noch nicht bekannt - die Betriebratsgremien sind mitten in den Verhandlungen fuer Interessenausgleich und Sozialplan.

Alle Beteiligten befuerchten, dass das nicht das Ende der Massnahmen sein wird, die vom geplanten Verkauf der PSP, der moeglichen Abspaltung von N24 und vor allem von den weiteren Plaenen der neuen Eigner abhaengig sind. Wenn die vorgegebenen 30% Rendite nicht erreicht werden, wird wohl weiterhin auf das Wertvollste verzichtet werden, das ein Medienunternehmen hat: seine Beschaeftigten.

Der Kahlschlag in den Nachrichtenredaktionen"degradiert die Sender zu reinen Abspielkanaelen", kritisierte daher Frank Werneke, stellvertretender Vorsitzender von ver.di. Dies sei ein "Fall fuer die Medienaufsicht", die pruefen muesse, ob die Sender ihrem Programmauftrag noch nachkaemen.

Fotos und mehr zur Protestaktion:
http://www.connexx-av.de/meldung_volltext.php?id=46af5ad2a1372&akt= brancheninfos_privaterrundfunk
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/print/media/674407.html
Mehr zum medienpolitischen Skandal bei ProSiebenSat.1:
http://www.connexx-av.de/meldung_volltext.php?id=469b7a35eb291&akt=brancheninfos

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3) Nicht nur bei ProSiebenSat.1: Wie agieren Finanzinvestoren in der Medienwirtschaft?
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Der Kauf der Sendergruppe ProSiebenSat.1 durch die Investorengruppe KKR / Permira und die danach vollzogene Uebernahme der Sendergruppe SBS (bislang von KKR / Permira gefuehrt) durch ProSiebenSat.1 hat die Debatte ueber Finanzinvestoren im Medienbereich angeheizt. Dabei werden Sachverhalte, medienwirtschaftliche und medienpolitische Probleme, Regelungsbedarf und Loesungswege unsachgemaess miteinander vermischt. Entsprechend hilflos erscheinen auch die Schnellschuesse, mit denen sich Medien- und Wirtschaftspolitiker zu Wort melden. Martin Dieckmann, zustaendig fuer Medienpolitik / Medienwirtschaft beim ver.di Bundesvorstand entwirrt in einem Aufsatz die besondere Problematik von Finanzinvestoren im Medienbereich und zieht Schlussfolgerungen, wie dem begegnet werden kann. Klar ist: Es gibt erheblichen Regelungsbedarf, sowohl wirtschafts- als auch medienpolitisch, dies aber auf anderen Ebenen, als sie derzeit vorrangig Diskussionsgegenstand sind.

Ein Trost bei der Heuschreckenlogik: Alle bisherigen Erfahrungen zeigen, dass von Finanzinvestoren gefuehrte Konzerne und Unternehmen nicht weniger druckempfindlich sind als andere Unternehmen. Notwendig ist eine enge, vor allem auch internationale Zusammenarbeit von Arbeitnehmervertretern und Gewerkschaften, um durch nachhaltige Aktivitaeten auch oeffentlichkeitswirksam die Entwicklung im neuen Medienkonzern "unter Kontrolle" zu bringen. In diesem Punkt sind Finanzinvestoren extrem empfindlich - Protest und Widerstand von Belegschaften und ihren Vertretungen schaffen die Transparenz, die die Investoren ansonsten verhindern.

Der Aufsatz von Martin Dieckmann zum Download:
http://www.connexx-av.de/meldung_volltext.php?id=46aa22a13330e&akt=brancheninfos

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4) Medienpolitik: ver.di fordert mehr Transparenz und demokratische Teilhabe
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Anlaesslich der Anhoerung zum 10. Rundfunkaenderungsstaatsvertrag am 26.7. fordert ver.di mehr Transparenz und demokratische Teilhabe in der Medienregulierung. Die geplante Buendelung von Regulierungskompetenzen auf Bundesebene kritisierte der stellvertretende Vorsitzende Frank Werneke "als Veranstaltung hinter verschlossenen Tueren" und forderte stattdessen "eine demokratische und oeffentliche Beratungskultur" unter Beteiligung relevanter gesellschaftlicher Gruppen, vor allem aber der Vertretungen von Medienschaffenden.

Im Zuge der Neuordnung der Medienregulierung soll es nach bisherigen Gesetzesentwuerfen unter anderem zu weitgreifenden Aenderungen in der Medienkonzentrationskontrolle kommen. "Hier geht es um Kernfragen der Vielfaltssicherung. Die deutliche Schwaechung der unabhaengigen Konzentrationskontrolle im Gesetzentwurf muss klar zurueckgewiesen werden", machte Werneke deutlich.

Mehr unter:
http://www.connexx-av.de/meldung_volltext.php?id=46a7342522dca&akt= brancheninfos_privaterrundfunk

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5) RTL: Ohne Tarifvertrag in den Umbau des Senders
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Die groesste deutsche Senderfamilie wird ohne Tarifvertrag in ihr neues Domizil nach Koeln-Deutz ziehen. Ein letzter Versuch seitens ver.di scheiterte, die Mitarbeiter fuer einen neuen Tarifvertrag zu aktivieren. Ihre Beteiligung an einer Unterschriftenaktion, in der ein neuer Tarifvertrag und die Fortsetzung der Verhandlungen gefordert wurden, war zu gering. Das hat zur Konsequenz, dass die Zusammenlegung der Sendergruppe nach Deutz ohne Tarifbindung stattfindet. Nach den anstehenden Umstrukturierungen wird es dann keine transparenten Arbeitsbedingungen fuer die Mitarbeiter mehr geben.

Die Tarifverhandlungen zwischen der Geschaeftsfuehrung von RTL und den Gewerkschaften DJV und ver.di ruhen seit Februar. Eine Einigung schien erreicht, aber in der letzten Tarifrunde wurden von der Geschaeftsleitung Forderungen eingebracht, die noch hinter denen des Verhandlungsbeginns zurueckgingen. Diese Vorgaben waren fuer ver.di und DJV inakzeptabel. Deutliche Verschlechterungen fuer die Mitarbeiter waren beabsichtigt: laengere Arbeitszeiten ohne Lohnausgleich, Verlust von Zuschlaegen und vieles mehr - hinsichtlich der Rekordgewinne des Unternehmens eine Zumutung fuer die Beschaeftigten. Im Maerz gab die Geschaeftsleitung bekannt, dass sie kein Interesse an der Fortfuehrung der Gespraeche und einer Einigung habe.

Trotz grossen Engagements (17 Verhandlungsrunden, 6 Mitarbeiterinformationsveranstaltungen, Inofstaende vor Ort, 2 Unterschriftenaktionen, eine eigene Internetseite mit Diskussionsforum) konnten die Mitarbeiter nicht zu einer aktiven Unterstuetzung ihres Tarifvertrages bewegt werden und daher keinerlei Druck auf den Arbeitgeber erzeugt werden.

Durch die unterschiedlichen Darstellungen von Geschaeftsfuehrung und Gewerkschaften in diesem Verhandlungsmarathon waren viele Mitarbeiter des Themas "muede", zumal die Auswirkungen erst nach und nach spuerbar werden.

Dabei waere die Sicherheit durch einen Tarifvertrag dringend notwendig, denn ein sehr grosser Anteil auch der langjaehrig Beschaeftigten arbeitet unter Jahresvertraegen, was bedeutet, dass eine Nachwirkung des Tarifvertrages mit dem Abschluss der naechsten Vertragsverlaengerung nicht mehr besteht. Zudem baut RTL baut die Senderkette weiter um. So sind grosse Teile der Technik von RTL-Television sind bereits in die konzerneigene Gesellschaft CBC ausgelagert. Noch vor dem Umzug der RTL-Gruppe im naechsten Jahr nach Koeln-Deutz wird ein eigenes Newscenter aufgebaut, das als eigenstaendige Gesellschaft gegruendet wird. Es wird als Dienstleister im Nachrichtenbereich allen Sender der Gruppe zu Verfuegung stehen und agiert auch als Nachrichtenagentur fuer andere Abnehmer.

Im Zuge der Massnahme wird heftig am Personalkarussell gedreht: Es wird zu Positionswechseln in der Fuehrungsebene des Unternehmens kommen. Viele Mitarbeiter, hauptsaechlich von RTL-Television und N-TV sollen mit Beginn des kommenden Jahres in die neue Gesellschaft uebergehen. Dabei werden von der Unternehmensleitung wegen der Buendelung von Aufgaben der verschiedenen Gesellschaften Entlassungen von Mitarbeitern nicht ausgeschlossen.

Mehr unter:
http://www.connexx-av.de/brancheninfos_privaterrundfunk.php
http://www.connexx-av.de/meldung_volltext.php?id=45ea7a8ba9740&akt= brancheninfos_privaterrundfunk

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6) Sublizenierung zwischen Premiere und arena kickt Mitarbeiter raus
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Die Sportrechte um die Bundesliga sind ein teueres Handelsgut. Die millionenschwere Ware hat in den letzten Jahren mehrfach die Besitzer gewechselt. Zuletzt hat arena (Tochter von Kabelnetzbetreiber unity media) ueber Pay-TV die exklusive Berichterstattung ueber die Bundesliga produziert.

Vor dem Hintergrund deutlich niedriger Umsatzzahlen von arena hatten sich die Geruechte verdichtet, dass der vorherige Rechteinhaber Premiere die Erstligarechte zurueckerobern wolle. In der vergangenen Woche wurde der Deal durch das Kartellamt gestattet und arena uebertrug seine Sportrechte per Sublizenz an Premiere. Damit wird der Standort Muenchen mit ueber 30 festen Beschaeftigten und weiteren freien Sportjournalisten ueberfluessig. Erhalten bleibt lediglich die Satelliten-Plattform in Koeln mit ca. 14 Mitarbeitern.

Die festen Mitarbeiter wurden bereits betriebsbedingt gekuendigt und sind aufgebracht, weil sie aufgrund des Rechteerwerbs von arena fuer 3 Jahre mit einer mindestens ebensolangen Beschaeftigung rechnen durften. Viele von ihnen haben lukrative Jobs aufgegeben, um beim Branchenneuling durchzustarten.

Der Arbeitgeber bestreitet einen Betriebsuebergang, der zur Folge haette, dass nicht nur die Rechte, sondern auch die Mitarbeiter mit uebergehen wuerden. Stattdessen koennen sich die Kollegen bei Premiere bewerben. Der Sender hat selbst eine komplette Sportredaktion und kann die Berichterstattung fuer die neue Saison 2007/2008 lueckenlos fortfuehren.

Gerade noch rechtzeitig haben die Beschaeftigten einen Betriebsrat gegruendet. Zur Zeit laufen Verhandlungen zwischen Betriebsrat, ver.di und der Geschaeftsfuehrung ueber eine annehmbare Loesung fuer beide Betriebsparteien.

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7) "Ich liebe meinen Job, auch wenn es Ausbeutung ist" - 1. Ergebnisse einer bundesweiten Umfrage unter Filmschaffenden
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Fast 1.000 Filmschaffende hatten auf eine umfangreiche Befragung zu ihren Arbeitsbedingungen geantwortet, die von Januar bis Maerz dieses Jahres vom BundesFilmVerband und connexx.av durchgefuehrt wurde und von der Hans-Boeckler-Stiftung gefoerdert wird. Der empirische Sozialforscher Rolf Satzer von BiB (Befragung im Betrieb) stellte im Rahmen des Muenchner Filmfestes vor 60 Gaesten am 23. Juni erste Ergebnisse vor.

Einen Schwerpunkt legt die Befragung auf die Belastungsfaktoren: 60,9 % fuehlen sich stark bis sehr stark gesundheitlich angegriffen. Die Belastung durch die Arbeitszeiten ist alarmierend: 87,6 % fuehlen sich durch die Arbeitszeiten stark bis sehr stark belastet, bei ueber 92% steht Mehrarbeit auf der Tagesordnung. 68,1 % koennen Beruf und Privatleben schwer bis sehr schwer vereinbaren.

Mit ihrer sozialen Absicherung sind 78,2 % eher bis sehr unzufrieden, 57,6 % schaetzen die Zukunft der Branche instabil ein, 26,2 wollen die Branche wechseln, lediglich 14 % halten ihre Entwicklungschancen fuer gut. Das Durchschnittsjahreseinkommen entspricht in etwa dem eines Facharbeiters in der Metallindustrie.

Bereits vor der Verkuerzung der Rahmenfrist von 3 auf 2 Jahre war knapp ein Viertel der Befragten von Hartz IV betroffen, die Zahl hat sich seit Verkuerzung der Rahmenfrist auf knapp 30 % erhoeht. Durch die Arbeitslosengeld-II-Falle erlitten 25,1 % finanzielle Einbussen, 5,4 % wurden in branchenfremde Arbeit, 2,4 % wurden in 1-Euro-Jobs vermittelt. Viele verzichten darauf Alg II zu beantragen und schmelzen ihr Vermoegen ab (54,6 %), ein erheblicher Teil (44,5 %) verbraucht bereits Vermoegen aus der Altersvorsorge.

Die Ansprueche an die Gewerkschaft liegen vor allem in ihren Kernaufgaben, auch wenn ueber die Haelfte der Befragten nicht organisiert ist: 64,9 % erwarten Tarifarbeit, 72,7 % wollen arbeitsvertraglich oder fachlich beraten werden, 54,3 % verbinden connexx.av/ver.di mit filmpolitischer Lobbyarbeit.

Die Studie steht voraussichtlich ab Oktober online zur Verfuegung und kann unter mailto:mail@connexx-av.de vorbestellt werden.

Mehr unter:
http://www.connexx-av.de/meldung_volltext.php?id=467ea2f11675c&akt= presse_pressemeldungen

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8) Bundestag beschliesst Eingriff in Rechte der Kreativen
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Als "Eingriff in die Rechte und Einkommensgrundlagen der kreativ Taetigen in Deutschland" bezeichnete der stellvertretende Vorsitzende der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) Frank Werneke den Bundestagsbeschluss zum "Zweiten Gesetz zur Regelung des Urheberrechts in der Informationsgesellschaft". Besonders enttaeuscht zeigte sich der ver.di-Vize ueber die Entscheidung zum Umgang mit den unbekannten Nutzungsarten: Ueber Formularvertraege sollen Urhebern - zum Nachteil vor allem der Filmurheber - auch die Rechte "abgepresst" werden koennen, die sie noch nicht einmal kennen.

Mehr unter:
http://www.connexx-av.de/meldung_volltext.php?id=468e29a8dce36&akt=brancheninfos
http://www.urheber.info

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9) Solidaritaet zeigen fuer Initiative "5statt12" - Qualitaet braucht Sicherheit
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Im April startete die Initiative 5statt12 von connexx.av. Augenmerk der Aktion ist die schwierige Situation der kurzzeitig Beschaeftigten in den Medienbranchen.

Die Verschaerfung durch die sogenannten Hartz IV-Gesetzen fuehrt bei diesen Beschaeftigten zunehmend zu sozialen Haerten. Viele Kultur- und Medienschaffende haben dadurch keinen Anspruch mehr auf Arbeitslosengeld I. Dies ist aber einzig auf die spezielle Beschaeftigungssituation zurueckzufuehren.

Die Forderung, die Sozialgesetzgebung diesem Umstand anzupassen und damit nachzubessern, findet mittlerweile auch bei Fraktionen des Bundestages Gehoer. Damit kann hoffentlich bald ein verbesserter Sozialstandard fuer die Kultur- und Medienschaffenden erreicht werden, wie es in vielen europaeischen Laendern laengst ueblich ist.

Um auf die Situation der Beschaeftigten in Kultur und Medien aufmerksam zu machen, bitten wir auch Sie, sich an der Initiative mit ihrer Unterschrift zu beteiligen. Denn Kultur und Kunst ist nicht nur fuer diejenigen wichtig, die davon leben.

Unterschriftenaktion und mehr Infos:
http://www.connexx-av.de/filmfernsehproduktion_5statt12.php

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10) Filmverband West vertritt nun auch Film- und Fernsehschaffende in Hessen
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In einem Treffen von connexx.av und Filmschaffenden des Rhein-Main-Gebiets in Frankfurt wurde der Grundstein fuer die Ausdehnung des Wirkungskreises des Filmverbandes West gelegt, der seine Aktivitaeten bisher auf Nordrhein-Westfalen beschraenkte.

Auf einem naechsten Treffen soll der Zusammenschluss formal vollzogen werden. Schon bei der Gruendung des Filmverbandes West wurde dieser Schritt angedacht. Damals erklaerte sich Kameramann und aktives Gewerkschaftsmitglied Joerg Geissler, der in Frankfurt lebt, dazu bereit, als Vorstandsmitglied fuer das Rhein-Main-Gebiet zur Verfuegung zu stehen.

Damit wird connexx.av zukuenftig auch in Frankfurt Veranstaltungen fuer Filmschaffende anbieten. Als erster Schritt soll hierzu ein regelmaessiges Treffen in Frankfurt fuer Film- und Fernsehschaffende ins Leben gerufen werden. Ansprechpartner von connexx.av fuer den Filmverband West und seine Mitglieder aus NRW und Hessen ist Joerg Keunecke-Lotte, connexx.av Duesseldorf/Koeln, mailto:joerg.keunecke-Lotte@connexx-av.de

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11) FAQ - haeufig gestellte Fragen zum Tarifvertrag fuer Film- und Fernsehschaffende
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Wieso, weshalb, warum? Zugegeben: der Tarifvertrag fuer Film- und Fernsehschaffende ist nicht immer auf Anhieb zu verstehen. connexx.av hat die haeufigsten Fragen, die uns in Beratungsgespraechen, ueber filmfon, bei Veranstaltungen und in unserem Forum gestellt wurden, extrahiert und beantwortet. Das Ergebnis finden Sie jetzt auf unserer Seite: in drei Teilen:

1. http://www.connexx-av.de/meldung_volltext.php?id=468a5625005c5&akt= filmfernsehproduktion_tarifvertraege
2. http://www.connexx-av.de/meldung_volltext.php?id=468a5bc20a7c4&akt= filmfernsehproduktion_tarifvertraege
3. http://www.connexx-av.de/meldung_volltext.php?id=468a60a4861e8&akt= filmfernsehproduktion_tarifvertraege

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12) ver.di-Bildungsreise nach Israel im Oktober
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Der ver.di Fachbereich Medien und die dju bieten eine 7-taegige Reise 21. bis 28.10.2007 fuer Mitglieder aus den Medienberufen und dem Journalismus an. Inhaltliche Schwerpunkte sind: Israel im Ueberblick: Einblick in die Medienlandschaft; Selbstbehauptung und Ueberleben; die Shoah und der Nahost-Konflikt.

Interessen koennen bei Joerg Reichel, connexx.av Muenchen mehr erfahren, mailto:joerg.reichel@connexx-av.de

Mehr Infos:
http://www.connexx-av.de/termin_volltext.php?id=467ba7d4e7847&akt=termine

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13) Arbeitszeitverlaengerung ist mitbestimmungspflichtige Neueinstellung
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Nach dem Beschluss des LAG Muenchen ist die Arbeitszeitverlaengerung ist eine mitbestimmungspflichtige Neueinstellung nach 99 Betriebsverfassungsgesetz.
Betriebsrat und Arbeitsgeber stritten darueber, ob der Arbeitgeber vor einer Aenderung der woechentlichen Arbeitszeit verpflichtet ist, die Zustimmung des Betriebsrats zur Einstellung und zur Eingruppierung einzuholen. Nach diesem Beschluss kann der Betriebsrat verlangen, dass der Arbeitgeber die Durchfuehrung einer einzelvertraglichen Arbeitszeitverlaengerung unterlaesst. (Beschluss des LAG Muenchen vom 11.04.2007, Aktenzeichen 9 TaBV 127/06 )

Mehr unter:
http://www.kanzlei-helm.de/aktuell/Gerichtsentscheidungen.html

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14) Newsletter abbestellen
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Dann melden Sie sich bitte direkt ueber unsere Homepage unter http://www.connexx-av.de/publikationen_newsletter.php oder per E-Mail unter mailto:newsletter@connexx-av.de mit Ihrer E-Mail-Adresse und dem Stichwort "Newsletter abbestellen" ab.

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15) Impressum
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Dieser Newsletter wird von Wille Bartz fuer connexx.av, dem Projekt der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di fuer die Vertretung der Medienschaffenden im Rundfunk, Film, AV-Produktion und in den Neuen Medien, in unregelmaessigen Abstaenden herausgegeben.

Bei Fragen, Anregungen oder Kritik erreichen Sie uns unter:
connexx.av, c/o ver.di
zu Hd. Wille Bartz
Goseriede 10-12 in 30159 Hannover
Tel: 0511/12400-602 und Fax: 0511/12400-604
E-Mail mailto:wille.bartz@connexx-av.de
Internet http://www.connexx-av.de

Redaktion dieses Newsletters:
Kathlen Eggerling, Angela Kluncker
mailto:mail@connexx-av.de



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